Verfasst von: brifleck | 1. Januar 2010

Lernertagebuch – Podcasts

Nach einer längeren Unterbrechung wende ich mich wieder der Reflexion des Lernprozesses zu.

Das Thema Podcasts flößt mir Respekt ein, da ich mich bis jetzt noch nicht in der Anwendung darauf eingelassen habe. Der erste Zugang über die zahlreichen und wirklich hilfreichen Hinweise von Reinhardt Donath hat mir zunächst vor Augen geführt, dass es unendlich viel zu entdecken gibt und einiger technischer Aufwand erforderlich ist.  Da ich das Thema leider in einer Phase bearbeiten muss, in der ich nur eingeschränkt Zeit habe, schaue ich immer mal wieder in die Materialien und mache mir Schritt für Schritt ein Bild. Dabei entdecke ich für mich persönlich einen neuen Fundus an Informationen zu den unterschiedlichsten Themen, den ich in Zukunft auch aus eigenem Interesse und nicht nur für den Unterricht mehr nutzen möchte.  Im Hinterkopf habe ich natürlich immer die Frage „Und wie kann ich das an meine Lerner herantragen?“  Zunächst erscheint mir die Kluft zwischen dem Material , das mich interessiert und was für die Lerner geeignet sein könnte, viel zu groß.  Die Aufbereitung  würde relativ viel Mühe erfordern. Ich fühle mich bestätigt durch Reinhards Beispiele, die fast nur den Englischunterricht an der Schule frühestens ab Klasse 9 ( B1 Niveau ) betreffen. Das heißt, wir gehen von einem Niveau ab B1 aus, wenn wir über den Einsatz von Podcasts sprechen?

Da sich der Unterricht an Volkshochschulen zum großen Teil auf dem Niveau A1 – B1 abspielt , möchte ich das ungern akzeptieren und suche nach weiteren Quellen. Besonders geeignet finde ich das Material der Deutschen Welle, welches z.T. für unterschiedliche Niveaus ( z.B. langsame Nachrichten, Themen des Alltagslebens ) zugeschnitten ist. Es bleibt dann immer noch die Möglichkeit , es zu verkürzen, in angepasste Sequenzen zu zerlegen , etc. Auch das Goethe Institut selbst hat geeignete Podcasts.

Immer wieder mühsam und in der langfristigen Anwendung eigentlich in seiner Ungeklärtheit inakzeptabel finde ich die rechtliche Lage beim Einsatz von Informationsmaterial aus dem Netz. Da verbringe ich viel Zeit mit Recherche, entdecke passendes Material, muss aber befürchten, dass ich keinen Zugriff darauf bekomme oder mir Ärger einhandle , indem ich es herunter lade und zum Einsatz bringe. Ich bewege mich ungern in diesem rechtlich unklaren Raum. Ich meine, es sollte über kurz oder lang eine eindeutige Regelung bzgl der Verwendung zu Unterrichtszwecken geben. Beim zdf forum am freitag gibt es beispielsweise sehr gute Filmbeiträge zum Thema Zusammenleben von Christen und Muslimen, sie lassen sich jedoch nicht herunter laden.

Generell finde ich, dass der Einsatz von Podcasts im Unterricht große Chancen mit sich bringt. Viel mehr als bisher kann die authentische Begegnung mit der Sprache und Kultur ins Klassenzimmer geholt werden. Auch kann auf diese Weise zu vielen Themen ein  ganz aktueller Bezug hergestellt werden. Man muss dabei dringend vermeiden die Lerner am Anfang zu überfordern und dafür sie Schritt für Schritt zur Nutzung von Podcasts – auch zum selbständigen Lernen – hinführen. Dann können sie ihren inhaltlichen Interessen folgend schnell große Fortschritte machen.

Nicht erwähnt habe ich  bisher , dass nach meinem Eindruck bei den meisten von uns noch nicht die technischen Voraussetzungen gegeben sind in vollem Umfang mit diesem neuen Medium zu arbeiten. Gleichzeitig müssen wir Lehrkräfte wohl auch einfach die Kompetenz und den Mut aufbringen uns für die Nutzung von Podcasts und für aktives Casting einzusetzen. Wie bei der Einführung der Computernutzung am Anfang scheint es aus meiner Sicht hier auch ein Generationenproblem zu geben. Für Schüler/innen , d.h. junge Leute, sind diese  Nutzungen relativ selbstverständlich und alltäglich , für eine wie mich ( 50+) ziemlich gewöhnungsbedürftig und eine echte Herausforderung: Technisch, aber auch was die ständige Recherche im Netz anbelangt , d.h. ich muss meine Arbeitsgewohnheiten gehörig umstellen.

Dazu geht ein herzlicher Dank und Anerkennung an Reinhardt für die gute Erklärung zu allen technischen Erfordernissen im Umgang mit Podcasts.

Verfasst von: brifleck | 2. Dezember 2009

Lerntagebuch zu Aufgabe 2 des MMF 3

Einsatz von aktuellen Meldungen aus Presse und Fernsehen

Der erste Schritt bei der Bearbeitung der Aufgabe war für mich, mir die Bandbreite der Aufgabe klar zu machen. Für mich ein sehr spannendes Thema, da ich mir sowieso vorgenommen habe mich mit Podcasts zu befassen. Dies wird dann im zweiten Teil der Aufgabe von Bedeutung sein. Mit Freischaltung der Aufgabe habe ich parallel zur Fertigstellung von Aufgabe 1 die Hinweise zu dieser Aufgabe durchgelesen. Nachdem ich für Aufgabe 1 bewusst die Zielgruppe A1 /A2 Lernende gewählt habe, war mir hier spontan klar, dass ich dieses Thema für das B1 / B2 Niveau aufbereiten möchte. Reinhard bemerkt selbst in seinen Erläuterungen, dass die Texte für die Lernenden anspruchsvoll  und die technischen Details für die Lehrenden eine Herausforderung sind. Dies kann ich für mich persönlich bestätigen. Mein erklärtes Ziel ist es bei dieser Einheit zu lernen Podcasts herunterzuladen und eine sinnvolle Sammlung derselben anzulegen.

Heute habe ich mich zunächst mit den Internetseiten der wichtigsten Zeitungen vertraut gemacht. Für den Unterricht finde ich es reizvoll, dass es z.B. bei der Süddeutschen zu einem Thema Sammlungen verschiedener Artikel gibt, die Aspekte desselben aufgreifen. In Kombination mit einem Video kann dies eine gute Annäherung an eine Gruppendiskussion sein. Vier Gruppen beschäftigen sich jeweils mit einem Artikel und stellen dessen Grundaussage zum gemeinsamen übergeordneten Thema vor.  Das Video kann als Einstig dienen oder zur Fokussierung für eine Zusammenfassung.

Nächster wichtiger technischer Schritt für mich: Das Herunterladen von Filmmaterial.

Heute erreichtes Ziel: Aktueller Eintrag ins Lerntagebuch !!!

6.12.2009

Fortsetzung der Recherche auf den Webseiten der Zeitungen. Persönlich hatte mich bereits letzte Woche das Thema „Minarette“ in der Schweiz interessiert. Letzte Woche war es in allen Zeitungen präsent – allerdings weniger in den wöchentlichen Erscheinungen. Heute habe ich es nach wie vor gut ( d. h. unter verschiedenen Gesichtspunkten ) und kritisch dargestellt nur in der Süddeutschen gefunden.  Auch finde ich dort die Artikel oft in einer ansprechenden Kombination mit Bildmaterial ( auch Videos ), welches für den Unterricht motivierend wirken kann. Die Zeit ist mir diesbezüglich zu wenig visualisiert. Als Wochenzeitschrift findet man hier auch weniger Informationen zum aktuellen Tagesgeschehen, eher zu übergreifenden Themen.

Auch der Spiegel bietet eine gute Kombination von Text und Bildmaterial. Bei Focus und Stern ist der Anteil von Themen aus dem Unterhaltungsbereich wesentlich höher als bei den anderen Pressemedien.  Wahrscheinlich werde ich mich auf die Süddeutsche und den Spiegel konzentrieren.

Die Deutsche Welle beeindruckt mich mit bereits aufbereitetem Material. Gleichzeitig verleitet dies dazu einiges einfach zu verwenden ohne genau über den Zuschnitt auf die eigenen Lernergruppe nachzudenken. Aber es ist ein großer Schatz diese aktuellen Text mit Glossar  und Hörbeispielen zur Verfügung zu haben ! Durch das vorhandene Matarial konnte ich die Vorbereitung für 4 UE ( Arbeitsblatt Aufgabe 2 )  innerhalb einer halben Stunde zusammenstellen. Dabei muss ich aber betonen, dass die vorherige Recherche viel länger dauerte.

Verfasst von: brifleck | 1. November 2009

Auf zu neuen Ufern

Ich freue mich auf den dritten Teil des Multimedia Führerscheins! Bereits MMF 1 und MMF 2 waren jeweils eine spannende Sache. Ich habe den Eindruck , dass wir in dieser dritten Phase von Anfang an mehr im Netz zusammenarbeiten werden. Das stelle ich mir nicht immer einfach vor. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Zeitmanagement. Obwohl der Kurs bereits am 20.Oktober freigeschaltet wurde, bin ich erst seit diesem Wochenende aktiv dabei. Einige waren von Anfang an aktiv, andere sind noch nicht auf der Plattform erschienen. Gleichzeitig ist es faszinierend zu wissen, dass wir jederzeit – auch nachts – in „unser Klassenzimmer“ gehen, an den Projekten arbeiten und somit immer wieder Verspätungen aufholen können.

Wie bei den letzten Kursen beeindruckt mich die kulturelle Vielfalt der Teilnehmer/innen und damit die globale Dimension der Goethe Plattform. So kam ich auch zum Titel meines Blogs „My multi surfing diaries..“ in Anlehnung an Che Guevaras „Motor cycling diaries“: Ich betrachte den Kurs als eine Reise, bei der ich vielfältige Eindrücke in Gegenden, die ich vorher nicht kannte, sammeln kann, viele neue neue Leute kennen lerne und einen Blick auf eine neue sich verändernde Welt erhalte. Zum Trost für alle: Auch das Motorrad von Che Guevara , die sogenannte „Allmächtige“ , hatte zahlreiche Unfälle und Reparaturen, hat aber doch mehrere 1000 km zurückgelegt. In diesem Sinne „gute Reise“!

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